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60 Jahre nach Kriegsende hat sich vieles geändert. Deutschland ist international anerkannt. Bundeskanzler Schröder nimmt an den Feierlichkeiten zum Kriegsende in Moskau teil, die Bundeswehr ist in Afghanistan oder auf dem Balkan präsent. Alles vergessen und vergeben, was vor 60 Jahren passierte? Hat Deutschland seine geschichtlichen Hausaufgaben gemacht? Wir stellten uns diese Frage für Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage und zugleich die Stadt, die am 10. Dezember 2000 in Paris mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet wurde. Schnell wurde uns klar, dass wir im Ausland immer noch mit der Nazivergangenheit in Verbindung gebracht werden, während in Nürnberg selber keiner mehr an diese Zeiten denkt. Das wäre vielleicht nicht so problematisch, wenn zugleich eine große Sensibilität für die Bedeutung von Menschenrechten in der Bevölkerung zu spüren wäre. Doch genau das ist kaum der Fall. Die Aktionen des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg, das international große Anerkennung genießt, sind in der Stadt wenig bekannt. Das wollten wir ändern: Mit einer Podiumsdiskussion unserer Schule. Die fand am 13. Juli 2005 statt. Gemeinsam mit Schülern, Eltern, Lehrern, dem Leiter des Nürnberger Menschenrechtsbüros, Dr. Hesselmann, und der Beauftragten für Integrationsarbeit in der Stadt Bradford, Joyce Miller (England), diskutierten wir die Frage, wie man das Thema Menschenrechte im Schulleben mehr verankern kann. Damit veränderte sich auch unser Blickwinkel: Wer setzt sich für Menschenrechte ein? Was wissen andere darüber? Was kann man in der Stadt tun?





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